Niederlage! Wirklich?

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Der Kanton Aargau hat sich nicht aus seiner konservativen Verkrampfung lösen können und hat unsere Initiative „Weg mit dem Tanzverbot“ knapp abgelehnt. Wir nehmen mit Bedauern zur Kenntnis, dass die Aargauer und Aargauerinnen hartnäckig an ihrem Standortnachteil festhalten.

Das Thema ist jedoch nicht vom Tisch. Im Grossrat ist eine Motion der SVP hängig, welche die Öffnungszeiten von Gastrobetrieben der Bewilligung durch die Gemeinden unterstellen will. Wir sind dadurch entlastet und müssen keinen Beitrag zu einem bürokratischen Wasserkopf leisten. Das überlassen wir genau jenen Parteien, welche nicht müde werden, weniger Gesetze und Bürokratie zu fordern.

Der Aargau hat nicht nur Nein zu normalisierten Öffnungszeiten gesagt, er hat unwissentlich auch Ja zu mehr Bürokratie gesagt. Ferner stützt der Aargau auch fadenscheinige religiöse Argumente, wie zum Beispiel jenes der Entschleunigung der Gesellschaft. Wir sind überzeugt, dass Bedürfnisse der Menschen nicht gesetzlich – und schon gar nicht durch religiös motivierte Gesetze – vorgeschrieben werden müssen.

Dafür werden wir uns auch in Zukunft einsetzen. Wir bedanken uns bei den Aargauer Stimmbügern und Stimmbürgerinnen und dem breiten Abstimmungskomitee aus Alt- und Jungparteien für ihre Unterstützung. Aus Fehlern wird man klug. Das gilt nicht nur für uns, sondern auch für den Aargau.

Weiterführender Link:
Kommentar des Präsidenten zur Abstimmung: Tanzverbot im Aargau – eine Tragikomödie in fünf Akten