Für eine starke Bildung

Bildung: JA

Die Bildung ist geplagt von Reformen und Leistungsabbau. Der Lehrplan 21 steht vor der Türe. Dieser läuft auf einen Paradigmawechsel im Bildungswesen hinaus. Dabei sind die Schockwellen der Schulharmonisierung (Harmos) noch nicht abgeklungen. Schon fordert eine Gruppierung eine Ausrichtung der Schulen auf die Praxis. Das kommt dem Ende aller kreativen Fächer gleich. Der Mensch soll rechnen und schreiben, so lautet die Forderung. Aber der Mensch ist mehr als eine Rechen- und Schreibmaschine, die auf ihre wirtschaftliche Tauglichkeit hin ausgebildet werden muss. Die Entwicklung des Menschen zu einer selbständigen, verantwortlichen und kreativen Persönlichkeit darf nicht aus den Augen verloren werden.

Die Übernahme des Bachelor/Master-Systems in allen Bereichen ist teilweise eine unnötige Aufblähung des Bildungsapparates. Wo Praxistauglichkeit gefragt ist, wird Theorie gelehrt. Die Bildung ist zu einem Tummelfeld unterschiedlicher politischer und wirtschaftlicher Interessen geworden. Aber Bildung braucht Ruhe und Kontinuität. Die Zeugnisse und Diplome von gestern müssen heute und morgen noch gelten. Solange eine Reform die nächste jagt, liegt eine Beruhigung und Entspannung im Bildungssektor in weiter Ferne.

Doch auch der kontinuierliche Leistungsabbau destabilisiert das Bildungswesens. Bürgerliche Politiker sparen die Bildung schweizweit in den Abgrund. Der Beruf „Lehrperson“ verliert nicht nur an Attraktivität sondern wird zu einem Gesundheitsrisiko. Unzählige Lehrpersonen stehen in der Schweiz vor einem Burnout. Junge ausgebildete Lehrpersonen verlassen den Beruf nach einigen Jahren für immer. Bildung verliert laufend an Qualität und Nachhaltigkeit. Dabei ist Bildung die einzige Ressource der Schweiz.

Wir fordern einen Stopp des Leistungsabbaus und eine Beruhigung der Reformbemühungen.

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